Dienstag, 13. September 2016

Finkenberger Mühle

Heute habe ich mich auf den Weg nach Breckerfeld zur Finkenberger Mühle nahe der Bauernschaft Brenscheid (zu deren Bereich die Finkenberger Mühle historisch gehört) an der Stadtgrenze zu Ennepetal aufgemacht. Die ehemalige Getreidemühle mit angrenzendem Wohnhaus wurde mit 3 Mahlgängen und einem oberschlächtigen Wasserrad betrieben. Der vor der Mühle gelegene Teich ist der ehemalige Mühlenteich.

Bekannt ist mir die Finkenberger Mühle auch durch den gleichnamigen Geocache, den ich vor einigen Jahren übernommen habe. Im Internet hatte ich gelesen, dass man die Mühle nach Anmeldung besichtigen kann. Also habe ich dort angerufen und einen Termin ausgemacht.

Finkenberger Mühle mit Mühlteich


Geschichte

Die Finkenberger Mühle ist eine denkmalgeschützte Wassermühlenanlage im Tal des Finkenberger Bachs. Betrieben wurde die ehemalige Getreidemühle über einen Zeitraum von ungefähr einhundert Jahren bis 1964. Sie ist fast vollständig erhalten und verfügt über ein oberschlächtiges Wasserrad mit einem Durchmesser von 5,60 m und einem Achsdurchmesser von 65 cm. Das Mühlrad konnte wahlweise einen von drei Mahlsteinen antreiben. Die erhaltene Kornmühle besteht aus einem zweigeschossigen Bruchsteingebäude, ist seit 1871 durch eine weitere Katastereintragung belegt. Sie wurde zwischen den Jahren 1860 oder 1861 gebaut und in Betrieb genommen. Etwa 1929/1930 wurde das Mühlengebäude um ein langgestrecktes Wohnhaus erweitert. Mühlen- und Wohngebäude tragen ein gemeinsames Satteldach; das Wasserrad befindet sich in einem kleinen Vorbau des Mühlengebäudes. 1964 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. 
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Finkenberger_Mühle

Finkenberger Mühle


Besichtigung

Vom Eigentümer bekam ich dann eine sehr Interessanten Rundgang durch das kleine Mühlenmuseum, mit interessanten Geschichten und lustigen Dönekes. Nach dem Gang durch die obere Mühle, ging es in die untere Etage mit Blick zum großen Wasserrad. Die Lagerung der Achse ist mittlerweile gebrochen und ob je eine Restaurierung erfolgt steht in den Sternen.

Die große Waage

Div. Küchengeräte

Das Mühlrad



Mittwoch, 24. August 2016

20 Jahre Homepage



In diesen Tagen gibt es ein kleines Jubiläum rund um meine Internetseite. Heute vor 20 Jahren erschien meine ersten eigene Hompage im weltweiten Internetz.


Das Interesse

Etwa ab 1994 sah man in verschiedenen Computerzeitschriften ständig lustige Bilder von Kaffeemaschinen in England und USA, die man über ein neues World-Wide-Web (WWW) beobachten konnte.


Der Anfang


Ende 1995 begann für mich das Online-Zeitalter (Anfangs nur BTX), einem Modem mit 14.400 Bit/s und gelegentlichen Ausflügen in das Internet. Das schnell wachsende Internet und zunehmend auch die Privaten Internetseiten (Homepage) begeisterten mich derart, daß ich 1996 mit meiner ersten Homepage startete.

Nur wie werden diese Internetseiten erstellt??? Eine Schulung bei C.Appelt in Ennepetal vermittelte mir die nötigen Informationen. An 7 Abenden im August '96 standen Themen wie Netzwerkprotokolle, Suchdienste, DFÜ-Netzwerk und E-Mail auf dem Programm. Nach der Einführung in die Geschichte des Internet war HTML - Die Sprache des World-Wide-Web ein wesentlicher Teil des Kurs, immer nach dem Motto: Was andere können, das kann ich doch auch, oder?


Der Start

Also her mit der eigenen Homepage, die von Millionen Teilnehmern gesehen werden kann! Alle Erkenntnisse aus diesem Teil wurden in die erste eigene Homepage eingebaut, die zum Abschluß der Schulung noch im Internet veröffentlicht wurde.


Das war am 24. August 1996


Meine erste Homepage im August 1996


Homepage-Preis

Im August 1998 wurden meine Seiten von der Zeitschrift com!online mit einem ersten Preis (ein 56k Modem!) belohnt. Dadurch ermutigt habe ich meine Homepage immer wieder verändert, die seit 2001 unter der Domäne MrKrid.net erreichbar ist.


Seit bereits 25 Jahren verändert das Internet unser Leben. Eine Geschichte, die sich jede Sekunde fortschreibt. Das sogenannte WorldWideWeb ist auch erst 25 Jahre alt, kaum zu glauben....


¯\_(ツ)_/¯

Sonntag, 7. August 2016

Warten auf den Teckel

Am heutigen Sonntag, war schönes Wetter angesagt, also hatte ich mir vorgenommen, den Schienenbus der RuhrtalBahn auf der Linie Teckel (Ennepetalbahn) in Gevelsberg aufzunehmen. Als Fotostelle hatte ich mir u.a. einen Standort nahe der Arbeitsgemeinschaft zum Erhalt der Ennepetalbahn in Gevelsberg-Haufe ausgesucht.

AG Talbahn in Haufe

Lange Zeit tat sich nix, es kam kein Teckel. Nun sind ja Verspätungen immer möglich, aber nach einer Weile habe ich aufgegeben und meine Sachen eingepackt. Auf der Rückfahrt habe ich am HP Nirgena kurz angehalten und dort ein Infoschild gesehen:
Wegen eines Defektes am Schienenbus müssen die Fahrten auf der Linie "Teckel" am heutigen Sonntag den 07.08. leider entfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Auf der RuhrtalBahn | Facebook Seite gab es auch einen Hinweis (leider zu spät gesehen). Bei dem sonnigen Wetter wären es schöne Aufnahmen geworden. Wünschen wir dem Schienenbus, dass er schnell wieder Repariert wird, um bei der nächsten geplanten Fahrt am 4. September auf der Ennepetalbahn zu fahren.



Montag, 4. Juli 2016

Seilhängebrücke Volmarstein

Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will – denn alles verschwindet!

(Paul Cezanne)

Angeregt durch einen Geocache in Volmarstein The hidden bridge (mittlerweile Archiviert) wurde ich aufmerksam auf eine historische Seilhängebrücke, die mir vorher nicht bekannt war. Also habe ich mich mit der AVU in Verbindung gesetzt und um eine Fotoerlaubnis gefragt. Heute war ich dann in Volmarstein und habe ein paar Fotos machen können, das Wetter war zwar nicht so toll, aber die Möglichkeit direkt an der Brücke Aufnahmen machen zu können hat man ja nicht alle Tage.

Seilhängebrücke von 1893

Drahtseilhängebrücke

Das Gemeinschafts-Wasserwerk Volmarstein (ursprünglich von der Stadt Barmen gebaut) wurde im Jahr 1881 erbaut. Im Jahr 1982 übernahm die Gevelsberger Aktiengesellschaft für Versorgungs-Unternehmen (AVU) das Wasserwerk Volmarstein.1987/88 ließ die AVU die historische Wasserleitung sanieren, danach sollte das Wasserwerk Volmarstein nur noch Spitzenlasten abdecken. Es fördert heute aber im Rahmen eines Jahresanteils von 15 Prozent durchgängig Wasser, unter anderem für Teilbereiche der Ortschaften Schwelm, Sprockhövel, Gevelsberg und für Wetter bzw.Volmarstein.


Seilhängebrücke mit Widerlager
Blick auf die Holzdielen

















Errichtet wurde die Fußgängerbrücke 1893, somit ist sie die älteste Seilhängebrücke ihrer Art in ganz Deutschland. Die Brücke wurde für das Wasserwerk gebaut, um eine direkte Verbindung für die Mitarbeiter des Wasserwerks Volmarstein zu den Brunnen auf der sogenannten Ruhrinsel zu ermöglichen. Die historische Eisenkonstruktion hat Drahtseile und gemauerte Widerlager, die Dielen der Brücke bestehen aus Holz. Aus Sicherheitsgründen darf sie heute nicht mehr betreten werden.

Quelle: WikipediaRoute Industriekultur


Technische Daten

Drahtseilhängebrücke in klassischer Stahlfachwerkbauweise
Abstand der Pylone: 52 m
Höhe der Pylone: 6,8 m
Spannweite: 52,6 m
Seildurchhang: 1/10 der Spannweite
Seildurchmesser: 50 cm
Horizontaler Abstand der Seile: 1,8 m
Gewicht (nur Oberbau): 13 to
Hersteller: SILLER&JAMART, Barmen-Rittershausen (heute Wuppertal)

Seilhängebrücke am Wasserwerk Volmarstein

Zukunftsaussichten

Die Chancen für den Erhalt der historischen Seilhängebrücke sind weiterhin ungewiss. Eine Möglichkeit hat der „Arbeitskreis Hängebrücke Wetter (Ruhr)“ -der das Baudenkmal vor dem weiteren Verfall retten will- vorgeschlagen. Er möchte die Brücke um 900 Meter nach Westen versetzen, um sie in einen geplanten Radweg einzubinden. Die Stadt Wetter will sich für den Erhalt der Seilhängebrücke einsetzen, hat aber keine Einflußmöglichkeiten, da die AVU Eigentümerin ist. Eine Sarnierung direkt am Standort wäre auch möglich, hier drängt aber die Zeit, da die AVU das Wasserwerk Am Kaltenborn 2018 aufgeben will.


Schieber DN 500 (Baujahr 1882)